Was wir in der Krise lernen könnten (31)

Wie wir alle wissen, wächst Geld nicht auf Bäumen. Es wird auch nicht im Bankomat gedruckt, aber fast. Tatsächlich kann eine Währungszone (bzw. ihre Zentralbank) soviel Geld drucken, wie sie gerade braucht. Mehr würde die Inflation anheizen.

Wenn Sie sich also das nächste Mal fragen, womit wir all die Arbeitslosen, Pensionisten, Krisenverlierer und Bankrotteure, die Mindestsicherung, die Universitäten, den Klimaschutz oder die Restaurant-Gutscheine und die gratis Grippeimpfung bezahlen, so denken Sie daran, dass Geld gedruckt wird. Dafür braucht man nur einen Drucker und den poltischen Willen zum Drucken.

Wenn die Wirtschaft stillsteht und niemand Schulden macht, gibt es auch kein Wirtschaftswachstum. Im konkreten Fall macht dann eben der Staat die Schulden. Und schon wird wieder konsumiert und gewachsen. Und am Ende werden die Schulden einfach für nichtig erklärt, als uneinbringlich abgeschrieben.

Hat da soeben jemand „Zinsen“ gesagt?

Was wir in der Krise lernen könnten (30)

Wissenschaft gibt in der Regel keine politische Entscheidung vor. Daher konnte sich D. Trump ohne größere Widerstände über seine wissenschaftlichen Berater hinwegsetzen.

Das soll jedoch nicht heißen, dass man seine Entscheidungen nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen soll. Wer aus Prinzip Fakten (also wissenschaftliche Ergebnisse aus der Erforschung der Welt) ignoriert, endet zwangsläufig in einem Bereich, der Pseudowissenschaften, Verschwörungserzählungen, der Esoterik und den Religionen vorbehalten ist. Natürlich kann man dort auch den einen oder anderen Politiker treffen. Doch diese sollten bei nächster Gelegenheit von einer aufgeklärten Mehrheit von ihrem Mandat entbunden werden (wie soeben in den USA).

Man kann auch versuchen, selber Fakten zu schaffen. Dazu laufen in Osteuropa zumindest zwei interessante Selbstversuche. Allerdings ist unklar, ob sich die Verantwortlichen der Nebenwirkungen und Spätfolgen bewusst sind.