Was wir in der Krise lernen könnten (28)

Besser kann ich es auch nicht formulieren:

Jede Beschränkung des öffentlichen Raums nimmt die Möglichkeit auf Begegnung. Das mag politisch bequem sein, etwa um Austausch im Sinne des Widerstands, Rebellion oder politische Aktion (letztlich auch in Form von Kunst) zu verhindern, doch die tatsächliche Gefahr steckt hinter der Verhinderung des ganz alltäglichen Austausches.

Menschen gewöhnen sich daran und hören auf, kritisch zu denken. Denn wird die Eigenverantwortung über längere Zeit ausgesetzt, wird auch dieser Zustand zum Alltag, den man nicht mehr hinterfragt.

Dann wird Information auch dort gesucht, wo man ansonsten keine Wahrheit vermuten würde. Jene, die es am besten vermögen, das seltsame Bauchgefühl zu bestätigen, bekommen Glauben und Vertrauen geschenkt. Die nackte Wahrheit wirkt zu banal, um geglaubt werden zu können. Das Komplexe und Dystopische an Verschwörungslegenden scheint dann unumstößliche Wahrheit, denn sie erklärt vermeintlich das eigene Unwohlsein. Auch dafür sorgt das Weggesperrtsein aus dem öffentlichen Raum.

Das Berieseltwerden durch ununterbrochene Berichterstattung zum selben Thema und zu ständig neuen politischen Maßnahmen [… ], die exzessive Mediennutzung der letzten Monate: Sie legen Kreativität und politisches Denken lahm.

Zitiert aus: Dystopische Demokratie: Wenn Menschen aufhören, kritisch zu denken.
Blog von Daniela Ingruber, derstandard.at vom 19. Juni 2020

Was wir in der Krise lernen könnten (27)

„Gehorsam durch Angst“ – Pro und kontra Fotzfetzerl

Manchen geht der Stoffmaulkorb schon auf den Wecker. Bei anderen machen sich Verlustängste breit. Sie geloben in den sozialen Medien, ihrem Fotzfetzerl in – fast – allen Lebenslagen die Treue halten zu wollen, auch dort, wo es Basti, Rudi und Karli nicht mehr verordnen.

Erstere, die die Mund-Nasen-Masken für einen Unterjochungsversuch der Obrigkeit halten, schütteln fassungslos den Kopf.

Wer vorsorglich Masken gehamstert hat, muss jetzt erkennen: Keine Chance bei Willhaben – und auch die Museen nehmen keine mehr.

Quelle: Gudrun Harrer, derstandard.at, 17. Juni 2020

Was wir in der Krise lernen könnten (26)

Vertreter der Lehrergewerkschaft konnten zwar nicht verhindern, dass die Schule trotz CovID-19-Krise bis zu den Sommerferien verlängert wurde.

Sie haben aber aus der Krise gelernt, dass Schüler viel leichter zu disziplinieren sind, wenn sie eine Maske im Gesicht tragen. Daher fordern sie nun den Maskenzwang auch in der Schule.

Ob Diszplinierung überhaupt ein Hauptzweck des Maskenballs ist?

Was wir in der Krise lernen könnten (25)

Drinking Aquarium Water does not cure COVID-16. (Source)

It may be referring to the consumption of the drug chloroquine which is sold for the treatment of various fish infections. Consumption can be fatal!

Chloroquine is not the same as hydroxychloroquine, but both seem ineffective at treating COVID infections.

By the way, tonic water doesn’t either as it contains quinine, not chloroquine.

Was wir in der Krise lernen könnten (24)

Menschen, die sich besonders streng an die Corona-Restriktionen gehalten haben, fürchten sich in der Regel besonders vor einer Ansteckung, wurscht wie wahrscheinlich sie für sie ist.

Mit den Lockerungen haben sie Schwierigkeiten, ihr Verhalten zu ändern und die Lockerungen zu akzeptieren. Anstatt sich zu freuen, die Freunde wieder treffen zu können oder ohne Polizeiüberwachung im (wieder geöffneten) Park sitzen zu können, fürchten sie sich schon jetzt vor der zweiten Welle.