Was wir in der Krise lernen könnten (35)

Die Krisis war früher einmal der Höhe- oder Wendepunkt im Drama. Doch in unserer Zeit haben sich all die Krisen zu einem Plateau verbreitert, das von vielen als höheres Niveau wertgeschätzt wird. Soll heißen, die Krise ist zum neuen Business-Modell geworden.

Wer sie nicht zu nutzen weiß, ist (wie üblich) selbst schuld, weil nicht flexibel. Wenn die Preise hoch sind (Inflationskrise), musst Du mehr verkaufen als kaufen. Wenn gerade Krieg ist, musst Du Waffen verkaufen. Und wenn Klimakrise ist, musst Du Solarzellen, Windräder und Wärmepumpen verkaufen.

Von wegen Corona-Krise: Bei sovielen Geschäftsmöglichkeiten kann man sich nicht um alles kümmern…

Was wir in der Krise lernen könnten (34)

Da wir offensichtlich noch immer nichts aus der Krise gelernt haben, bleibt uns die Krise noch länger erhalten. Für alle Lernresistenten (und -resistentinnen) gibt es jetzt die vierte Welle. Und langsam klettert die Impfrate auf 80 %. Daraus könnte man in Kickl’scher Logik schließen, dass wir noch eine fünfte Welle brauchen, bis 100 % geimpft, genesen oder gestorben sind.

Das geht sich sicher noch in dieser Legislaturperiode aus. Es sei denn, der Altbundeskanzler bringt einen Misstrauensantrag gegen die Grünen ein und fordert sofortige Neuwahlen. Denn eines haben wir mittlerweile gelernt: Ein (aber eigentlich zumindest zwei) ausgebildeter Mediziner mag ein guter Arzt sein. Das bedeutet aber nicht, dass er (und sie) zugleich auch ein guter Politiker ist, schon gar nicht ein guter Minister für so eine Krise.

Was wir in der Krise lernen könnten (33)

Drei Schlüsse, die wir aus dem zu Ende gehenden Sommer bereits ziehen können:

  1. Wenn mehr Leute zusammen kommen, gibt es mehr Covid-19-Infektionen. Dem Virus ist es offensichtlich egal, ob es sich dabei um Hochzeitsgäste, Event-Besucher oder Touristen handelt. Doch halt! Touristen – nein! Die wurden doch allesamt an der Grenze kontrolliert. Außerdem sind die doch nötig für unsere Hotels – im Gegensatz zu Flüchtlingen. Die werden zwar auch an der Grenze kontrolliert, aber nicht durchgelassen. Und wenn, dann nicht bis in Hotels.
  2. Zwei Monate schulfrei. Das hält niemand aus. Die Kinder werden neurotisch, wenn sie zu lange mit ihren Eltern zusammen sind. Die Eltern halten ihren Nachwuchs sowieso nicht aus, weil viel zu neurotisch (und unerzogen). Da hilft nur Schule oder Kindergarten.
  3. Kinder bekommen kein Covid-19. Und wenn doch, so übertragen sie das Virus nicht. Und wenn doch, dann nur ganz wenig. Fast könnte ein Minister gesagt haben, die lieben Kleinen tun doch niemanden etwas zuleide. In Kombination mit Punkt 2 müssen daher die Schulen wieder hochgefahren werden. Zur Überraschung einiger Minister (sonst noch jemand?) steigen die Infektionsraten, nicht nur in den Schulen. Was ist zu tun? Wir schicken nur noch die engsten Freunde der positiv Getesteten in Quarantäne. Das verbessert die tägliche Statistik enorm. Der Rest muss sich ab sofort wieder die weißen anstatt der blauen Masken aufsetzen. Aber Massenansammlungen wie City-Marathon sind Menschenrecht – und nebenbei auch gut fürs Geschäft. Daher bleiben Menschenmassen weiterhin erwünscht – ganz besonders natürlich vom Virus.

Was wir in der Krise lernen könnten (32)

Stellt Schifahren ein Ansteckungsrisiko für Covid-19 dar? Offensichtlich nicht, sonst wäre es jetzt so, wie viele andere Outdoor-Freizeitaktivitäten (wie z.B. vereinsmäßiges Fußballspielen) verboten. Sind wir daher verwundert, dass es sich derzeit bei den Schiliften und Seilbahnen staut?

Es galt als Idee der Grünen, dass sich der Autoverkehr mit weniger Straßen eindämmen ließe. Doch eine ÖVP-Ministerin glaubt, der Ansturm auf die Schipisten ließe sich dadurch halbieren, dass nur noch jeder zweite Schilift benutzt werden darf.

Bilder von dicht gedrängten Menschenschlangen vor den Liften sollen demnächst verboten werden. Sie passen nicht in die Regierungspropaganda.

Die volle Nutzung der Liftkapazitäten zur Vermeidung solcher Menchenschlangen kommt aber nicht infrage. Denn immerhin gebe es Corona-Regeln, die eingehalten werden müssen (sagt ein Grünen-Minister).

Als nächstes sollen die Parkplätze vor den Liftstationen künstlich reduziert werden. Und unterdessen steigen die Neuinfektionen wieder an. Denn Schifahren heuer abzusagen, kommt auf keinen Fall infrage. Das käme ja einem Kniefall vor den Italienern und Deutschen gleich, die genau das gefordert haben. Offensichtlich glauben „die Ausländer“, das Corona-Virus könne sich in dicht gedrängten Menschenschlangen trotz Mund-Nasen-Masken übertragen!!!

Was wir in der Krise lernen könnten (31)

Wie wir alle wissen, wächst Geld nicht auf Bäumen. Es wird auch nicht im Bankomat gedruckt, aber fast. Tatsächlich kann eine Währungszone (bzw. ihre Zentralbank) soviel Geld drucken, wie sie gerade braucht. Mehr würde die Inflation anheizen.

Wenn Sie sich also das nächste Mal fragen, womit wir all die Arbeitslosen, Pensionisten, Krisenverlierer und Bankrotteure, die Mindestsicherung, die Universitäten, den Klimaschutz oder die Restaurant-Gutscheine und die gratis Grippeimpfung bezahlen, so denken Sie daran, dass Geld gedruckt wird. Dafür braucht man nur einen Drucker und den poltischen Willen zum Drucken.

Wenn die Wirtschaft stillsteht und niemand Schulden macht, gibt es auch kein Wirtschaftswachstum. Im konkreten Fall macht dann eben der Staat die Schulden. Und schon wird wieder konsumiert und gewachsen. Und am Ende werden die Schulden einfach für nichtig erklärt, als uneinbringlich abgeschrieben.

Hat da soeben jemand „Zinsen“ gesagt?